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Jakobskreuzkraut wirkt mit seinen gelben Blüten harmlos, ist aber sehr giftig, vor allem für Weidetiere.

Das Jakobs-Kreuzkraut kann durch seine Inhaltsstoffe Weidetiere (vor allem Pferde- und Rinder) gefährden. Sein Vorkommen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und damit gefährdet es Flächen, die als Grünfutter, Heu oder Silage für Weidetiere genutzt werden! Es wird zum Problemkraut, wenn es sich von Wegrändern, privaten Flächen oder Pferdekoppeln auf landwirtschaftlich genutzte Wiesen, Mahdgrünland und Weideflächen ausbreitet. Die Abbauprodukte seiner Inhaltsstoffe reichern sich in der Leber der Weidetiere an und können tödlich sein. Deshalb fordert das Landratsamt Aschaffenburg die Bürgerinnen und Bürger, sowie Flächeneigentümer auf, aktiv zu werden, um die Ausbreitung des Jakob-Kreuzkraut, v.a. auch durch Samenanflug zu verhindern!
Das Kraut wird händisch oder mit entsprechendem Werkzeug durch Ausstechen oder Ausziehen/Ausreißen nur mit Wurzel dauerhaft von der Fläche entfernt. Als Schutz vor dem giftigen Pflanzensaft empfiehlt es sich wasserfeste Arbeitshandschuhe zu tragen. Blühende Exemplare müssen wegen der Weiterverbreitung der Samen über den Hausmüll bzw. in Säcken über die Gemeindebauhöfe entsorgt werden. Nicht blühende Jakobs-Kreuzkräuter können an unkritischen Stellen (z.B. Hecken, Kompost …) verrotten.
Vom 22.06. bis 07.08.2026 findet wieder eine landkreisweite Jakobs-Kreuzkraut Aktion statt. In diesem Zeitraum unterstützt das Landratsamt die Sammelaktionen, indem eine kostenlose Entsorgung der Pflanzen über die Bauhöfe möglich ist.
Der Name Jakobskreuzkraut bezieht sich auf die Blütezeit um den St. Jakobstag am 25. Juli. Das Jakobskreuzkraut ist auch als Jakobskraut, Jakobs-Greiskraut, Spinnkraut oder Hergottsnagel bekannt. Mit seinen gelben Blüten wirkt es auf den ersten Blick harmlos, doch die Pflanze enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (alle Pflanzenteile sind sehr giftig). Diese Stoffe können schon in kleinen Mengen die Leber schädigen und im schlimmsten Fall Krebs auslösen. Die Giftstoffe lagern sich im Körper an und zersetzen allmählich die Leber. Diese Vergiftung kann man bislang nicht behandeln. Das Jakobskreuzkraut stellt für Weidetiere eine große Gefahr dar. Problematisch ist auch, dass die Giftstoffe im Heu oder in der Silage genauso wirksam bleiben wie in der frischen Pflanze. Der bittere Geschmack verliert sich durch Trocknung oder im Silo, daher fressen die Tiere das Futter. Die Pflanze ist mehrjährig: Im ersten Jahr sind nur die grünen Blätter zu sehen - eine sogenannte Rosette. Erst im zweiten Jahr blüht das Jakobskreuzkraut gelb. Die ÖDP Miltenberg und Aschaffenburg arbeiten zusammen, und versuchen das Kraut zu entfernen: ab dem 4. und 5. Juli jeweils an den Wochenenden. Infos bei den Vorsitzenden der ÖDP.

 

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