Über die Bedeutung lokaler und regionaler Produktion

Mehr als sonst wird in der Krise deutlich: das Leben der Menschen ist stark durch Internationalisierung und globale Verflechtungen geprägt. Wie viel regionale Herstellung brauchen wir und in wieweit sollte das Lokale in einer globalisierten Welt wieder mehr gefördert werden?

Für Stadtrat Bernhard Schmitt ist eines klar: „Eine Lehre, die wir aus der aktuellen Situation unbedingt ziehen müssen, ist, dass wir die Bedeutung lokaler und regionaler Produktion wieder schätzen lernen. So dürfen wir froh und dankbar dafür sein, dass wir hier vor Ort noch viele Schneidereien haben, die einen Mund-Nasen-Schutz für uns nähen können.“

Wer selber näht, wie die Autorin dieses Artikels, dürfte festgestellt haben, dass Gummiband momentan Mangelware ist, denn woher kommt dieses rare Gut? Richtig, aus China. Freilich kann man sich mit Haargummis behelfen oder stattdesssen Bänder aller Art verwenden – hier ist Kreativität gefragt. Nur stellt sich die Frage, ob dieser Zustand wünschenswert ist. Vielmehr ist zu überlegen, inwiefern es sinnvoll ist, wieder einheimische Produktion aufzubauen, um die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten zu vermindern.

Die Ökologisch-Demokratische Partei Aschaffenburg versteht die Förderung lokaler Produktion dabei nicht als Gegensatz zur Globalisierung, sondern vielmehr als notwendige Ergänzung (Stichwort (G)Lokalisierung).

Bis dahin warten wir auf chinesische Lieferungen wie etwa das oben erwähnte Gummiband, das nach über 2 Wochen noch nicht eingetroffen ist …

Katrin Bauer (Kreisschriftführerin)


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