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Autofahrer missachten Durchfahrtverbot

Die sogenannte Umweltstraße (Teil der Luitpoldstraße) darf nicht von PKWs befahren werden. Da der Polizei das Personal fehlt und die Stadt nicht in den fließenden Verkehr eingreifen darf, halten sich viele Autofahrer nicht an das Verbot.

Dass Autofahrer hierzulande immer mehr Platz für sich in Anspruch nehmen ungeachtet dessen, ob er nur ihnen vorbehalten ist oder nicht, ist hinlänglich bekannt. Umso beklagenswerter ist es, dass viele PKW-Fahrer auch widerrechtlich massiv öffentlichen Raum für sich beanspruchen. Beispiel: 150 Meter Umweltsstraße in der Luitpoldstraße oder die Fußgängerzone in der Frohsinnstraße. Ein Mitglied der ÖDP Aschaffenburg stellte in einem Zeitraum von 14 Minuten mindestens 26 Verstöße im beschriebenen Bereich fest. Es handelt sich demnach nicht um Einzelfälle, sondern um kollektives Fehlverhalten. Daher fordert Stadtrat Bernhard Schmitt: „Die Umweltsstraße Luitpoldstraße muss zur Fußgängerzone umgewidmet werden, die nur für Busse und Inhaber von Behindertenausweisen geöffnet ist. Diese Variante ermöglicht es dem Ordnungsamt, einen Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin in diesem Bereich postieren zu können, damit geltendes Recht auch umgesetzt werden kann.“

Sind Fußgänger und Radfahrer Aliens?
Manchmal könnte man direkt den Eindruck gewinnen, dass dem tatsächlich so ist. Wenn man bedenkt, dass vergangene Woche im Raum Sulzbach ein Fußgänger in Gewahrsam genommen wurde, nur weil eine Fahranfängerin sich nach eigener Aussage so sehr erschreckt hatte über den Anblick des älteren Herrn, der in Ermangelung eines Gehwegs am Fahrbahnrand zu Fuß unterwegs war… Hier sind wohl eher Zweifel an der Fahrtüchtigkeit der jungen Frau angebracht. Vielleicht sollte man vorsichtshalber auch alle Wildschweine und Rehe einsperren, damit sie ja keinem Autofahrer einen Schrecken einjagen können.
Katrin Bauer (Kreisschriftführerin)

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